Alles ist feinstofflich!

Als ich die Göthert-Methode® näher kennenlernte, begegnete mir beinah in jeder Situation das Feinstoffliche.

 

Ein Beispiel. Ich zappe durchs Fernsehprogramm und lande bei einem Krimi. Der Kriminalhauptkommissar verhört einen Verdächtigen. Ein Kollege ist zugegen. Nach dem Verhör sagt der Kommissar: „Der lügt mir mitten ins Gesicht!“. „Wie kommst du darauf? Wenn man die Faktenlage betrachtet, scheint er die Wahrheit zu sagen.“, wundert sich der Kollege. „Nein, da stimmt was nicht. Das habe ich im Gefühl!“, widerspricht der Kommissar. „Im Gefühl!“ mokiert sich der Kollege. „Ja im Gefühl – das spüre ich!“ kontert der Kommissar.

 

Typisch Krimi, denke ich. Aber auch nicht nur typisch Krimi, sondern typisch, dass niemand das Gefühl dem Feinstofflichen zuordnet. Dennoch ist das Feinstoffliche nicht von der Hand zu weisen. Bei einem Gespräch im echten Leben, z. B. mit einem Freund, einem Kind oder Kollegen spüren wir doch in den meisten Fällen auch, wenn wir angelogen werden. Irgendetwas verändert sich zwischen den Menschen. Die Schwingung, die der Verdächtige in dem Verhör aussendet, stimmt nicht mit den gesprochenen Worten überein. Und das bekommt der Kommissar mit. Er hat’s im Gespür. Es gibt auch Begriffe wie Intuition oder Bauchgefühl – oder, wie ich im Göthert-Seminar gelernt habe – feinstoffliche Wahrnehmungen.

 

(Mehr zu diesem Thema finden Sie im Blog-Artikel „Eigentlich wusste ich es“ )

 

Noch ein Beispiel. Ich sitze in der Straßenbahn. Plötzlich wird scharf gebremst. Die stehenden Personen müssen sich gegen den Druck anstemmen, um nicht umzufallen. Besonders bei einem Menschen fällt mir der sehr erschrockene Blick auf – er hat weit aufgerissene Augen. Mir kommt förmlich sein Schock entgegengeflogen. Mir kamen Gedanken wie „Wer weiß, welche Erfahrungen er schon gemacht hat. Als wäre ein Teil vom ihm verlorengegangen. Kann man einen Teil von sich verlieren? Wohin geht der und kommt der irgendwann zurück? Was ist eigentlich ein verlorener Teil?“

 

Drittes Beispiel. Ich treffe eine Freundin, die im Pflegebereich tätig ist, auf einen Kaffee. Sie fragt mich: „Bei welchen Symptomen kommt ein Mensch, um eine feinstoffliche Behandlung in Anspruch zu nehmen?“ Ich zähle auf: „Stress, Schlafstörungen, Ängste, unspezifische Rückenschmerzen, Verzweiflung, Traurigkeit, Wut, kreisende Gedanken.“.

 

„Stress“, meint sie, „Stress ist doch normal. Wir sind doch alle im Stress – gerade in dieser verrückten Zeit!“. (Corona-Pandemie) „Aber“, entgegne ich, „müssen wir denn diesen „normalen“ Stress hinnehmen? Sollte es nicht normal sein, fit, vital und ausgeruht zu sein?“. „Und was ist daran feinstofflich?“, fragt die Freundin weiter, „nicht schlafen können, kommt vom Stress, und Stress von der anstrengenden Arbeit.“

 

„Da kann ich dir nicht widersprechen, das eine bedingt das andere. Jedoch finde ich, sollte man das Feinstoffliche nicht außer Acht lassen. Ist man feinstofflich gesund, fühlt man sich weniger bis gar nicht gestresst. Demnach kann man besser schlafen, und wiederum demnach empfindet man den Pflege-Job als weniger anstrengend.“ Hier lege ich eine kleine Kunstpause ein und zwinkere ihr zu: „Zack! Stresskreislauf durchbrochen.“

 

„Im Ernst“, führe ich weiter, „die Feinstoffkörper können durch belastende Lebenssituationen, durch Unwahrhaftigkeit oder durch traumatische Ereignisse verletzt werden oder blockiert sein. Die Feinstoffkörper umgeben und durchdringen den physischen Körper. Sie haben ebenfalls eine Substanz, nur ist diese viel feiner. In den Feinstoffkörpern gibt es ein Ordnungsprinzip – ähnlich wie das Selbstheilungsprinzip des physischen Körpers -, das normalerweise dafür sorgt, dass es uns gut geht. Ist aber diese Ordnung durcheinandergeraten, helfe ich mit einer feinstofflichen Behandlung. Gerade in dieser „verrückten Zeit“, wie du es nennst, ist es aus meiner Sicht essenziell, seine Zuversicht und seinen Mut nicht zu verlieren. Und das ist u. a. Ziel der feinstofflichen Behandlung.“

 

Falls ich mit diesen Beispielen für Verwirrung gesorgt haben sollte – bleiben Sie dran! Denn feinstoffliche Wahrnehmungen kann jede und jeder auch für sich selbst (wieder) lernen, entwickeln und verfeinern – und lernen, damit umzugehen.

 

Wenn Sie Fragen haben, freuen wir uns über Ihren Kommentar.

 

Cynthia Felsner
Feinstoff-Praktikerin, Feinstoff-Lehrerin GLV-I NDGM

2 Kommentare zu „Alles ist feinstofflich!“

  1. Jeder kennt das Gefühl, wenn er von hinten angestarrt wird….oder jemand in seiner Nähe ist mit negativen Gedanken und man sich gleich mit angespannt fühlt. Der Eine ist halt sensibler als der Andere.

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